Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Nachrichten

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Nichts wird schlechter, nur anders" - Resilienz für Anfänger. Der Autor und Unternehmer Gregor Demblin über die Chancen, die in jeder Krise schlummern Der Unternehmer, Tech-Pionier und Bestsellerautor Gregor Demblin hat Erfahrung mit Krisenbewältigung: Mit 18 Jahren hat er einen schweren Unfall und sitzt seither querschnittgelähmt im Rollstuhl. Es dauert Jahre, bis er sein neues Leben akzeptiert. Doch dann schafft er mit seinem Unternehmen myAbility nicht weniger als eine gesellschaftliche Veränderung für unzählige Menschen mit Behinderung. In der Sendung gibt er Anstöße zur Krisenbewältigung, zur Akzeptanz neuer Lebenssituationen und zu den Chancen, die in jeder Krise schlummern. Durch die derzeitige Pandemie fühlen sich viele Menschen in ihrer Existenz bedroht, sei es wirtschaftlich oder gesundheitlich. Demblin aber ist überzeugt davon, dass Krisen zum Leben gehören und unser Glücksempfinden überhaupt erst kalibrieren - sie sind somit ein wichtiger Gradmesser, um Lebensglück und Dankbarkeit empfinden zu können.

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Irene Suchy. Besuche bei den Musik-Stätten - auf der Suche nach Büsten und Gemälden von Komponisten und Komponistinnen, nach Genien, Musen und Karyatiden. "Das Aufeinanderklappen zweier Menschenpappen ... " Wolfgang Bauer dichtet von fast vergessenen Berührungen, doch Daphne, zu Holz verwandelt, "weicht vor den Küssen zurück."

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Der Agrarwissenschaftler Stefan Marxer über essbare Winterpilze. Teil 2: Samtfußrübling und Roter Prachtbecherling Gestaltung: Ilse Huber Schwammerlsuchen im Winter? Das ist möglich, denn auch in der kalten Jahreszeit finden sich eine Handvoll Pilzarten, die essbar sind. Diese "echten Winterpilze" widerstehen dem Frost, indem sie Substanzen in ihre Zellen einlagern und damit vor dem Zelltod geschützt sind. Wo finden sich diese unbekannten Pilze? Im Laubwald, am besten im Buchen(misch)wald und im Augebiet. Im Gegensatz zu den Frühlings-, Sommer- und Herbstpilzen wachsen die Winterpilze ausschließlich auf Holz: Baumstümpfen, Baumleichen, abgestorbenen Ästen. Der Austernseitling ist ein handtellergroßer Pilz, der in kleinen Gruppen auftritt und auch auf Sägespänen oder alten Telefonbüchern gedeiht. Der Rote Prachtbecherling macht seinem Namen alle Ehre, ist sein Fruchtkörper doch leuchtend zinnoberrot. Braun hingegen zeigt sich das Judasohr, das frappante Ähnlichkeit zum menschlichen Ohr aufweist. Der Samtfußrübling ist einer der wenigen essbaren Winterpilze, der mit anderen Arten verwechselt werden könnte - mit dem nicht verträglichen Nadelholzhäubling. Birkenporling und Schmetterlingstramete sind gesundheitsfördernd.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Wie Pandemien Geschichte machen

Die politischen und sozialen Folgen von Masseninfektionen (2). Gestaltung: Monika Halkort Epidemien sind kein modernes Phänomen, sondern feste Bestandteile zivilisatorischer Entwicklung. Spätestens seit der Neuzeit, als die Menschen sesshaft wurden, stellten Seuchen und Massenplagen die Gesellschaften vor ungeahnte Herausforderungen, die sehr unterschiedliche, und zugleich tiefgreifende soziale, wirtschaftliche und politische Folgen mit sich gebracht haben. Die Spanische Grippe, der 25 bis 40 Millionen Menschen zum Opfer gefallen sind, hat maßgeblich zum Ende des ersten Weltkrieges beigetragen. Eine ähnliche dramatische Wirkung wird auch der mittelalterlichen Pest nachgesagt, die bis heute als tödlichste Plage in der Geschichtsaufzeichnung gilt. Der britische Historiker Ian Mortimer attestiert dem Massensterben bei allem Leid und Elend auch seine guten Seiten. So fiel die mittelalterliche Pest mit einer der schlimmsten Agrarkrisen in Europa zusammen, die in England zu einem der größten Bauernaufstände geführt hat. Die Wechselwirkung von Hunger, Unterdrückung und nicht zuletzt der massive Mangel an Arbeitskräften, die die Seuche nach sich zog, brachten schwelende soziale und politische Konflikte zum Überlaufen und kulminierten in der Abschaffung von Leibeigenen und Feudalherrschaft. Ein Blick in die Geschichte von Pandemien wird zu einem spannenden Seismographen für sozialen und politischen Wandel. Anhand der Wahrnehmung und Bekämpfung von Viren und Bakterien lässt sich nachzeichnen, wie soziale Normen, Autoritätsverhältnisse und Grenzziehungen neu geordnet und verhandelt werden. Diese Neuordnung ist gleichzeitig verbunden mit nachhaltigen Konsequenzen für die Machtverhältnisse und Ressourcenverteilung in der Gesundheitspolitik, der Risikobekämpfung und der Wissensproduktion, kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Masseninfektionen immer auch mit einer Verfeinerung von Regierungstechniken und Strategien sozialer Kontrolle sowie Methoden der Ausgrenzung einhergehen. Von den Judenprogromen des Mittelalters bis zum Apartheid-Regime in Südafrika - Pandemien boten immer auch Anlass, neue Feinbilder zu schaffen und die Grenzen sozialer und kultureller Zugehörigkeit und Legitimität neu zu definieren.

09.30 Uhr
Radiokolleg - Die Wissenschaft der Vitamine

Was bringt Nahrungsmittelergänzung in Pillenform? (2). Gestaltung: Madeleine Amberger In den Industrieländern schluckt fast jeder zweite Erwachsene ein Multivitaminpräparat. Die bunten Pillen und Kapseln voll, meist überdosierten, Vitaminen und Spurenelementen galten lange Zeit als eine Kreuzung zwischen Jungbrunnen und Allheilmittel. Vitamin C sollte beispielsweise vor Erkältung oder die B-Vitamine vor altersbedingtem geistigen Abbau schützen. Immer mehr Überblicksstudien kommen zu dem ernüchternden Schluss, dass die Vitamine in Pillenform nicht nur nicht halten, was man sich von ihnen verspricht. Im Gegenteil: Sie können sogar schaden. Hohe Dosen von Vitamin E erhöhen etwa das Risiko für Prostatakrebs; und Beta-Karotin (Provitamin A) kann bei Rauchern zu Lungenkrebs führen. Eine US-amerikanische Forschergruppe formulierte ihre Schlussfolgerung über den angeblichen Nutzen von Vitaminpräparaten kürzlich in der angesehenen Fachschrift, Annals of Internal Medicine, ungewöhnlich plump und drastisch: "Es reicht. Hören Sie auf, Ihr Geld für Vitaminpillen zu verschwenden." Zu dieser Meinung kamen die Forscher nach der Übersicht über mehr als zwei Dutzend, teils großangelegte Vitaminstudien, etwa zu Hirnfunktion und Herz-Kreislauferkrankungen. Stattdessen solle man den notwendigen Vitaminbedarf des Körpers aus gesunder, ausgewogener Nahrung decken: das erwähnte Vitamin E findet sich natürlich in Nüssen, Spinat und Brokkoli; Beta-Karotin steckt in Karotten, Paprika und Marillen.

09.45 Uhr
Radiokolleg - Worldmusik aus A (wie Austria)

Wie gehen Musiker/innen in Österreich mit Traditionen um (2). Gestaltung: Judith Jandl, Studentin der Popularmusik, und Tonmeisterstudent Student Anton Vertipolokh von der mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien in Zusammenarbeit mit Hans Groiss Zu Beginn der frühen 1990er Jahre definierte die Plattenindustrie ein neues Genre: die Weltmusik. Klänge, zumeist auf Folklore basierend und teilweise mit Jazz, HipHop, Rock oder Chanson-Elementen erweitert, sollten in den Plattenläden ein eigenes Regal - mit dazugehörigen Register - bekommen. Es ging anscheinend um Verkaufszahlen, lange vor Spotify, iTunes oder YouTube. "Ich rieche sofort Patchouli, wenn ich daran denke, und sehe diese bunten Schals und Kleider des Weltladens", ist eine erste Reaktion einer Interviewpartnerin. "Esoterikmusik, die mich bei schlechten Meditationsprogrammen immer zur Weißglut bringt". Oder ist Weltmusik wie eine alte, weise Frau, die auf den zweiten oder dritten Blick doch eine feine Dame ist - wie eines dieser Kippbilder? Eine akustische Täuschung? "Heimat, Grüß Gott, Jodeln, Quetschn, Schrammelmusik, Dialekt" - da haben wir Österreich im Kopf. Doch wie reflektiert der Österreicher Österreich, und wie sieht es eine Nicht-Österreicherin? Auch aus Österreich gab es Weltmusiken. Roland Neuwirth schrammelte extrem, zuvor hatte schon Kurt Ostbahn Frank Zappa verwienerischt. Attwenger und Knödel machten neue Volx-Musik und auch Hubert von Goiserns "Hiatamadl" rockte. Letzterer entwickelte seine österreichische Weltmusik bis nach Afrika und in den Orient. Eben auch wie gegenwärtig Klänge von Julia Lacherstorfer, Sigrid Horn oder Ina Regen - die Künstlerinnen bedienen sich der Mundart, aber auch der Volksmusik. Folkshilfe verzerrt die Quetschen wie Rammstein und Ernst Molden rezitiert sinistres Wienerlied. Diese Musik strandete früher beim Label Extraplatte, das 1977 von Harald Quendler gegründet, aber 2013 eingestellt wurde. "Who is who" der neuen Weltmusik aus Österreich? Und welche/r österreichische/r Musiker/in wagt es sich als Weltmusiker zu outen? Die musikalischen Wurzeln liegen womöglich in alpinen Traditionen, oder müssen auch Einflüsse aus dem Balkan berücksichtigt werden? Ist Worldmusik ein prägendes Mittel für nationale und kulturelle Identität und inwieweit ist diese Musik dann gegenwärtig noch Austropop. Denken Sie an Rainhard Fendrichs "I am from Austria", der inoffiziellen österreichischen Bundeshymne, wo das Englisch noch wenig Selbstbewußtsein zeugt. In einer globalisierten Welt ist Weltmusik ein eher problematischer Begriff, will doch niemand als Ewiggestriger dastehen. Und ein Rückbezug auf Heimat gilt schnell als "neuer" Patriotismus, obwohl die Kolonialismusdebatten der letzten Dekaden eine ganz andere Reflexion zulassen würden. Hans Groiss und Studierende der mdw - der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien analysieren, problematisieren und lösen den Knoten zwischen Kraut und Rüben auf.

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Anklang

Mit Robert Fontane. Der Dirigent Dimitri Mitropoulos an der Met. Ausschnitte aus Werken von Giacomo Puccini, Modest Mussorgsky, Giuseppe Verdi u.a. Zeitzeugen beschrieben den hochgewachsenen, hageren Dirigenten als weltoffenen, liebenswürdigen Menschen, der während seiner künstlerischen Arbeit durchaus auch unnachgiebig, schwierig und mitunter aufbrausend gewesen sein soll. Sein Herz schlug für die Orchesterwerke von Mahler, Richard Strauss und der neuen Wiener Schule, aber auch als Operndirigent sorgte Dimitri Mitropoulos mit seinem ekstatischen Dirigierstil für Sternstunden. Der Mittelpunkt seines Wirkens lag in Amerika, wo er 1936 in Boston als Einspringer in der Doppelfunktion als Pianist und Dirigent erstmals Aufsehen erregt hat und wo er sich 1946 einbürgern ließ. Obwohl, oder vielleicht auch weil in Europa sein Musizierstil durchaus kontrovers diskutiert wurde, war er in der alten Welt gerne willkommen, etwa bei den Salzburger Festspielen, wo er zwischen 1954 und 1960 Opern und Konzerte leitete. Im selben Zeitraum war Dimitri Mitropoulos auch als Dirigent an der New Yorker Metropolitan Opera tätig, und aus dieser Zeit stammen auch die Ausschnitte, die wir in Anklang anlässlich der 125. Wiederkehr seines Geburtstags präsentieren.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

"Die weiße Nadel" von Herbert Rosendorfer 1983. Eine chinesische Delegation besucht auf ihrer europäischen Rundreise das Goethe-Institut in München. Während der Führung langweilt sich Schriftsteller Sergio Kreisler und spielt mit einer der Stecknadeln, mit denen auf einer Weltkarte die Goethe-Institute markiert sind. Bald wendet er sich wieder dem Kollegen Berengar zu, der für die Delegation aus seinen Werken liest ... Herbert Rosendorfer, 1934 in Bozen geboren, war Gerichtsassessor, dann Staatsanwalt und ab 1967 Richter in München und Naumburg/Saale. Der Jurist veröffentlichte seit 1969 zahlreiche Werke, unter denen die "Briefe in die chinesische Vergangenheit" am bekanntesten geworden sind. Seine Themen sind genauso vielfältig wie die Figuren, die seine Erzählungen bevölkern. Mit scharfem Blick erkennt der Sprachvirtuose das Charakteristische, die Eigenheiten und Skurrilitäten seiner Figuren und trifft für jede den richtigen Ton. Herbert Rosendorfer war Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste sowie der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz und wurde vielfach ausgezeichnet, zuletzt 2010 mit dem CORINE-Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten. Am 20. September 2012 ist er in Bozen verstorben. Gestaltung: Stefanie Zussner

11.25 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1. Margarethe Engelhardt-Krajanek: Regenerieren Gestaltung: Stephan Pokorny Die Diagnose Bandscheibenvorfall bekommen viele PatientInnen. Die Information, dass dieser nach zwei Jahren von sich aus zurückgeht, erhalten nur wenige. Offen bleibt die Frage nach der richtigen Therapie. Schmerzhafte Operationen statt Heilgymnastik waren über Jahrzehnte die angewandten Methoden. Doch langsam macht sich auch in der Medizin ein Umdenken bemerkbar. Denn PatientInnen helfen heißt, mit den Selbstheilungskräften des Körpers zu arbeiten. Und diese sind vielfältig.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Helene Breisach. Musik aus Renaissance und Gegenwart. "Wir leben in einer globalen Welt, in der es geradezu unmöglich ist, all die Arten von Musiken, die es überall gibt, zu ignorieren", so der portugiesische Dirigent und Komponist Nuno Corte-Real. Diese Offenheit wird ihm auf seinem neuen Album zur Maxime. Darauf zu hören sind Lieder des englischen Komponisten John Dowland, eines Shakespeare-Zeitgenossen. Nuno Corte-Real hat Dowlands Musik für ein Kammerensemble behutsam neu arrangiert und, gleichsam als Zwischenspiele, eigene Kompositionen dazu geschrieben. Gegenwart und Renaissance treten so in einen spannenden, ja geradezu poetischen Dialog - in dem die Zeit, mit Dowland gesprochen, manchmal stillzustehen scheint. Das portugiesische Ensemble Darcos findet dazu den authentischen Ton - gleichermaßen für die zeitgenössische wie für die Alte Musik. Und nicht zuletzt lebt das Album von der einfühlsamen Interpretation der Sopranistin Ana Quintans.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Das Ö1 Konzert

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Dirigentin: Oksana Lyniv; Jehye Lee, Violine; Tobias Reifland, Viola. Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonia concertante Es-Dur KV 364 * Felix Mendelssohn Bartholdy: Symphonie Nr. 4 A-Dur op. 90, "Italienische" (aufgenommen am 20. November 2020 im Herkulessaal der Münchner Residenz). Präsentation: Gerhard Hafner Die ukrainische Dirigentin Oksana Lyniv, die in den letzten Jahren vielerorts für Aufsehen und Begeisterung gesorgt hat, steht erstmals am Pult des BRSO. Für ihren Einstieg hat sie nun Mozarts Sinfonia concertante für Violine und Viola in Es-Dur KV 364 gewählt. Das große, bewegende Zwiegespräch der beiden Solo-Streicher wird von Jehye Lee, Konzertmeisterin der Zweiten Geigen, und Tobias Reifland, Solo-Bratscher, geführt - vor dem exquisiten Mozartklang ihres Orchesters. Mendelssohns Vierte Symphonie mit ihrer pulsierenden Italianità sorgt für temperamentvoll-sprühende Ausgelassenheit, der im zweiten Satz Nachdenkliches mit dem "Orchesterlied ohne Worte" "Es war ein König in Thule" beigemischt ist. Nach romantischen Hornpassagen im dritten Satz bietet der wirbelnde Saltarello wieder ganz italienisch einen furiosen Abschluss. (BR-Klassik)

15.30 Uhr
Moment

Wer darf bleiben, wer muss ausziehen? Wie man Häuser teilt und gemeinsame Mietverträge löst Das Wort Heirat steht seinem althochdeutschen Ursprung nach für die Besorgung, Einrichtung und Ordnung eines Hausstandes. Im Falle einer Scheidung muss das gemeinsame Haus samt sonstigem Vermögen aufgeteilt werden. Für Familienrichter eine der rechtlich anspruchsvollsten Aufgaben ihres Berufes. Dabei soll etwa die Finanzierung des Hauses in gleichem Maße berücksichtigt werden wie Haushaltsführung und Kindererziehung. In welchem Verhältnis soll aufgeteilt werden? Wer darf weiter im Haus wohnen und wer muss ausziehen? Schwierigkeiten nach einer Trennung entstehen aber auch bei Mietverhältnissen. Wer den Mietvertrag unterschrieben hat, darf in der Wohnung bleiben. Haben beide unterschrieben, muss der Vertrag einvernehmlich gekündigt werden. Wie immer am Dienstag ist am Ende der Sendung Ihre Meinung gefragt: Waren Sie bereits einmal in der Situation, nach einer Trennung ein Mietverhältnis auflösen zu müssen? Welche Schwierigkeiten gab es dabei, und was war am Ende Ihre Lösung? Kennen Sie Menschen, die nach einer Scheidung um den Verbleib ihres Hauses verhandelt haben? Oder waren Sie selbst betroffen? Welche Lösungen wurden gefunden? Eine Stunde lang können Sie mit dem Gestalter der Sendung telefonieren. Die Telefonnummer ins Studio ist 0800 22 69 79. Sie können aber gerne auch ein E-Mail schreiben an: moment@orf.at In "Moment-Echo" hören Sie morgen einen Ausschnitt Ihrer Reaktionen. Gestaltung: Jonathan Scheucher

15.55 Uhr
Rudi! Der rasende Radiohund

Eine neue Mitmachausstellung im ZOOM Kindermuseum Rudi ist entzückt. Endlich haben die Museen wieder geöffnet. Sofort wobbelt er ins Wiener Kindermuseum ZOOM. Dort findet gerade die Ausstellung "Alles Holz" statt. Eine Mitmachausstellung für Kinder von 6 bis 12 Jahren. Angeblich gibt es dort ein 30 Meter langes Baumstammkunstwerk, in das man hineingehen kann. "Ein Riesenstöckchen!", denkt sich der Radiohund. Aber Rudi glaubt das erst, wenn er es mit seinen eigenen Augen gesehen hat. Gestaltung: Kathrin Wimmer

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Tonspuren

Doris Dörrie und das Glück des Schreibens. Feature von Horst Konietzny (Übernahme RBB 2020) "Leben, schreiben, atmen. Eine Einladung zum Schreiben" - so heißt das unlängst erschienene Buch von Doris Dörrie. Schon der Titel sagt, wohin die Reise geht: ins eigene Leben. Doris Dörrie will Lust machen, dieses Leben im Schreiben neu zu entdecken und es als Inspirationsquelle zu nutzen. In ihrem Buch wird sie explizit autobiografisch, indem sie ihre Übungen selbst anwendet. In ihren Lesungen lässt sie dann das Publikum schreiben - und erntet hunderte glücklicher Gesichter. Der Autor Horst Konietzny begleitet Doris Dörrie bei ihrer Arbeit, startet mit ihren Anregungen den Selbstversuch, schreibend glücklich zu werden.

16.45 Uhr
Heimspiel

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Albert Hosp. Die Abenteuer der Herren Temelkovsky und Duplessy Der mazedonisch-französische Musiker Stracho Temelkovsky fügt nahtlos Elemente aus dem Jazz, Traditionen vom Balkan und ländliche Verwandte des Tangos zusammen. Dabei spielt er Bassgitarre, Bratsche und Schlagwerk. Außerdem ist er ein beachtlicher Beatboxer. Ebenso vielseitig ist das Instrumentarium des Parisers Mathias Duplessy. Seit seinem sechsten Lebensjahr schnappt er sich, was zur Hand ist: Gitarre, Banjo, Berimbao, Flöte, Pferdekopfgeige? Trotzdem freut er sich über Mitmusiker, wie das Trio "Violins Of The World". Auch Stracho Temelkovsky entgeht der Versuchung, alles selbst zu erledigen und lädt sich Gäste von Portugal bis Indien ein.

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Die Punischen Kriege mit Wolfgang Hameter, Institut für Alte Geschichte und Altertumskunde, Papyrologie und Epigraphik an der Universität Wien Gestaltung: Hanna Ronzheimer Mit dem Satz "Ceterum censeo Carthaginem esse delendam" (Im übrigen bin ich der Meinung, dass Karthago zerstört werden muss) beendete der Senator, Cato der Ältere, seine Reden, zu einer Zeit, als Rom noch Republik und nicht Militärdiktatur unter Cäsaren-Herrschaft war. Es ging in die entscheidende Phase, im Kampf um die Vorherrschaft im Mittelmeer zwischen Rom und Karthago, und Cato war nach heutiger Begrifflichkeit ein Hardliner. Die Römer nannten die Einwohner Karthagos, Punier, eigentlich waren sie emigrierte Phönizier. Die Stadt, gelegen nahe dem heutigen Tunis, wurde von phönizischen Seefahrern gegründet und war in der Antike zugleich die Hauptstadt der gleichnamigen See- und Handelsmacht. Karthago kontrollierte damals einen Großteil der westafrikanischen Küste, der wirtschaftliche Einfluss reichte bis Südspanien, Sardinien, Korsika und die Westküste Siziliens. Den expandierenden Römern, die im Jahr 264 vor unserer Zeitrechnung bereits über ganz Italien herrschten, gefiel das nicht. Es begann der erste von drei Punischen Kriegen, die bis 146 vor Christus dauern sollten und mit der endgültigen Zerstörung Karthagos enden sollten. Nach anfänglichen Erfolgen der Punier wendete sich das Blatt bereits im ersten Punischen Krieg zugunsten der Römer. Am Beginn des zweiten Punischen Kriegs zog Hannibal mit 50.000 Soldaten und 37 Kriegselefanten über die Alpen nach Italien, ohne aber selbst Rom anzugreifen. Im dritten Punischen Krieg nutzen die Römer strategische Vorteile und vernichteten Karthago.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

Welche Rolle könnte die syrische Diaspora in Europa spielen? Gestaltung: Kristin Helberg Zehn Jahre dauert der Krieg in Syrien nun schon, und ein Ende der Diktatur, eine Aufarbeitung der Verbrechen ist nicht in Sicht. Für Millionen Syrerinnen und Syrer im Exil bedeutet das, dass sie bis auf weiteres nicht in ihre Heimat zurückkehren können. Sie fassen Fuß in den Ländern, in die sie geflohen sind - mehr als eine Million Syrer sind es in Europa, etwa 50.000 in Österreich. Während die meisten von ihnen damit beschäftigt sind, eine Ausbildung zu machen, einen Job zu finden, zu studieren und die Sprache zu lernen, ist ein Teil dieser Exilanten auch gesellschaftlich und politisch aktiv. Wie beeinflussen sie die syrische Gemeinschaft?

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

Wie grün ist der Green Deal? (Teil 2) Das Rohstoffproblem Von Sabrina Adlbrecht Das auf fossilen Brennstoffen und Umweltverschmutzung basierende Wachstumsmodell, so formulierte es EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei der Präsentation des Green Deals, sei veraltet und entspreche nicht mehr den Bedürfnissen auf unserem Planeten. Die Zukunft soll "grünen Technologien" wie Photovoltaik und Windkraft oder Batterien, die Elektroautos antreiben, gehören. Das Problem dabei: Verglichen mit dem derzeitigen Stand der Technik sind grüne Technologien rohstoffintensiver. Besonders steigen wird - laut Schätzungen - der Bedarf an Eisen, Aluminium, Kupfer und Zink. Und für die Batterieherstellung wird in den kommenden 30 Jahren fünfmal so viel Lithium gebraucht werden wie heute. Wie der wachsende Bedarf an Metallen und Mineralien verantwortungsbewusst gehandhabt werden kann, damit beschäftigt sich auch ein Projekt der Wirtschaftsuniversität Wien. Es konzentriert sich auf drei Schlüsselsektoren des europäischen Green Deals: Erneuerbare Energien, Mobilität und Elektronik.

19.30 Uhr
Eine Opern-Uraufführung in Ö1 - Salvatore Sciarrino: "Il canto s'attrista, perché?"

Szenen nach Aischylos (Uraufführung; Kompositionsauftrag Stadttheater Klagenfurt/Wuppertaler Bühnen) Mit Rinnat Moriah (Cassandra), Iris van Wijnen (Clitemestra), Tobias Hechler (Guardiano), Otto Katzameier (Agamennone), Davide Giangregorio (Araldo) u.a. Kärntner Sinfonieorchester, Chor des Klagenfurter Stadttheaters, Dirigent: Tim Anderson (aufgenommen am 4. Februar im Stadttheater Klagenfurt in 5.1 Surround Sound). Präsentation: Nina Polaschegg

21.55 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1. Der Himmel voller Götter Gestaltung: Stephan Pokorny Die Ö1-Reihe "Der Himmel voller Götter" präsentiert 28 Gottheiten sowie Wesen und Mächte, die gottgleich wahrgenommen werden. Die ausgewählten Göttinnen und Götter entstammen religiösen und kulturellen Traditionen von allen Kontinenten. Manche von ihnen wurden in gewissen Phasen der Menschheitsgeschichte an bestimmten Orten verehrt (etwa Zeus, Isis und Mithras).Manche werden seit Jahrtausenden und auch heute noch angebetet (zum Beispiel Vishnu, Ahura Mazda und der Gott der abrahamitischen Religionen), manche wurden gerade erst entdeckt (Oyagami), und manche werden derzeit wiederentdeckt (Odin und Brigid). Sie ähneln der Vorstellung nach oft dem Menschen - empfinden mitunter Liebe, Eifersucht, Zorn - und übersteigen doch das menschliche Maß, indem sie Welten erschaffen und zerstören können und allwissend, allmächtig und allgegenwärtig sind. Sie kämpfen für ihre Schutzbefohlenen und bestrafen diese, wenn es sein muss. Sie spenden Leben und bringen den Tod. Die einzelnen Kurzporträts erzählen darüber hinaus viel über die jeweiligen kulturellen Kontexte und vor allem über die Menschen rund um die Welt, die die Gottheiten verehren. Der letzte Teil der Reihe wird der philosophischen Frage nach dem unbekannten Gott gewidmet, auf die es wohl keine abschließende Antwort gibt.

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Wie Pandemien Geschichte machen. Die politischen und sozialen Folgen von Masseninfektionen (2). Gestaltung: Monika Halkort Die Wissenschaft der Vitamine.Was bringt Nahrungsmittelergänzung in Pillenform? (2). Gestaltung: Madeleine Amberger Worldmusik aus A (wie Austria). Wie gehen Musiker/innen in Österreich mit Traditionen um (2). Gestaltung: Hans Groiss und Studierende

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

Wien Modern 2020. Johannes Kalitzkes musikalische Auseinandersetzung mit dem Film "Werckmeister Harmonies" - so nannte der Komponist und Dirigent Johannes Kalitzke ein Werk für zwölf Instrumente und Elektronik, das beim Festival Wien Modern 2020 im Mozartsaal des Wiener Konzerthauses durch das Klangforum Wien uraufgeführt wurde. Es ist eine "Lichtspielmusik", denn die Musik bildet die Charakteristik und die Stationen eines Films ab. Kalitzke hat dafür "Die Werckmeisterschen Harmonien" gewählt - einen Film des ungarischen Regisseurs Béla Tarr aus dem Jahr 2000, der von unheilvollen Ereignissen in einem ungarischen Dorf erzählt. "Zeit-Ton" bringt einen Mitschnitt der Uraufführung vom 18. November 2020 sowie weitere Kompositionen von Johannes Kalitzke. Gestaltung: Philipp Weismann

00.00 Uhr
Nachrichten

Tausende Flüchtlinge aus Afrika sitzen auf den Kanarischen Inseln fest Gestaltung: Oliver Neuroth und Christina Teuthorn-Mohr Die Mittelmeerroute ist für Flüchtlinge sehr gefährlich geworden. Immer mehr von ihnen versuchen nun die Flucht von Afrika auf die Kanarischen Inseln. Doch die sind mit der Aufnahme der tausenden Migranten weitgehend überfordert. Sammelunterkünfte sind voll, manche von ihnen finden in leerstehenden Hotels Unterkunft, doch viele drängen sich in provisorischen Lagern. Für die Frauen und Männer, die die Fahrt über den Atlantik überstanden haben, ist die Zukunft ungewiss. Regionalpolitiker warnen davor, dass ihre Touristeninseln zu einem neuen Lampedusa oder Lesbos werden könnten. Spanien und Europa ließen die Inseln allein, so wird vielfach geklagt.

00.05 Uhr
Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 03:00 Uhr Nachrichten