Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Ex libris

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

Flackernde Lichter - Gedanken zu Chanukka von Hanno Loewy, Direktor des Jüdischen Museums in Hohenems Ein schillerndes Fest zwischen religiöser Treue, Nationalismus und Assimilation ist das jüdische Chanukka-Fest. Jedes Jahr flackern in jüdischen wie in christlichen Haushalten im Dezember die Lichter, die die Hoffnung auf den Sieg über eine dunkle Zeit symbolisieren. Das jüdische Chanukkafest soll an die Glaubenstreue der Juden zur Zeit des Makkabäeraufstandes erinnern, so will es jedenfalls die Legende. Doch gegen das Weihnachtsfest hatte Chanukka im Zeichen der Assimilation lange einen schweren Stand. Selbst Theodor Herzl ließ sich seinen Weihnachtsbaum vom Wiener Rabbiner Güdemann nicht ausreden. "Meinetwegen soll's der Chanukkabaum heißen" notierte er sich in sein Tagebuch. Im Staat Israel ist aus der Chanukkalegende Stoff für nationalistische Mythen geworden. Und auch in der Diaspora haben die Chanukkakerzen nach der Shoah noch eine besondere Aufladung. Viele Juden in aller Welt feiern dennoch noch immer am liebsten "Weihnukka" und schauen, dass sie das beste aus zwei Welten zusammenbekommen, erzählt der Direktor des Jüdischen Museums in Hohenems, Hanno Loewy. - Gestaltung: Alexandra Mantler

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Irene Suchy Tipps für ein gutes Leben: Sophie Reyers Poesie und Anselm Grüns Musikrituale. "Ganz heimlich findet Baum zu Schnee / im Winter sich biegt / schnäuzt sich / kaltschnäuzig der / Wind." Seit 1701 gibt es in Leipzig Straßenbeleuchtung, womit "vieles Ungemach, so auf denen Gassen abends sonst getrieben worden, also auch viele Dieberey verhütet" wurde.

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Der Meeresbiologe Daniel Abed-Navandi über die Seeanemonen. Teil 4: Bunte "Teppiche" Gestaltung: Renate Pliem Sie sehen aus wie Pflanzen, sind aber Tiere: Seeanemonen haben eine Fußscheibe, mit der sie am Untergrund festsitzen, einen Stamm und einen oder mehrere Tentakelkränze. In der Mitte der Tentakel sitzt die Mundöffnung, die "multifunktional" ist: Sie dient nicht nur dazu, tierische Nahrung wie Planktonkrebse etc. zu sich zu nehmen, sondern auch als Ausscheidungsorgan und für die Fortpflanzung. Es gibt über tausend unterschiedliche Seeanemonen-Arten, die weltweit vorkommen und in allen Meerestiefen zu finden sind. Die farbenprächtigen Seeanemonen gehören zu den Nesseltieren. Wie ihre Verwandten, die Quallen und Korallen, haben sie eine wahre "Wunderwaffe" entwickelt: Nesselzellen scheiden Gift aus, das zur Abwehr von Fressfeinden und zum Beutefang dient.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Mangel und Überfluss

Von der Quantität zur Qualität (4). Gestaltung: Margarethe Engelhardt Müllberge, Klimaerwärmung. Luftverschmutzung sind Schlagworte, die aktuell die politischen Debatten bestimmen. Sind Geschäfte, die Lebensmittel unverpackt anbieten, eine Strategie, Müllberge zu vermeiden? Wie kann sich eine fünfköpfige Familie T-Shirts aus Ökobaumwolle leisten? Lässt sich der Kurzurlaub in Barcelona auch per Bahn absolvieren? Um die aktuellen klimapolitischen Probleme in den Griff zu bekommen, ist ein radikales Umdenken notwendig. Und hier braucht es mehr als ein Nachdenken über das individuelle Konsumverhalten. Die Ökonomisierung der natürlichen Ressourcen ist Resultat einer Haltung, die darauf baut, dass menschliches Handeln ausschließlich von wirtschaftlichem Denken geleitet ist. Der homo oeconomicus strebt uneingeschränkt nach Nutzen- und Gewinnmaximierung. Im Dienst der Profitmaximierung werden Wälder gerodet, Flüsse trockengelegt, Abwässer ins Meer geschüttet. Die menschliche Arbeitskraft wird abgewertet, die Lebensqualität des Einzelnen wird auf Konsum reduziert. Hier beginnt sich Widerstand zu regen. Der Ökonom Dennis Snower, früher Berater der G 20 Staaten, bezeichnet heute das Konzept der Nutzenmaximierung als fatalen Irrtum. Sein Credo heute: die Wirtschaft solle nicht dem Profit einzelner, sondern dem Gemeinwohl dienen. Die Degrowth - Bewegung bemüht sich, in unterschiedlichen Bereichen der Gesellschaft ein Bewusstsein dafür zu wecken, dass Quantität durch Qualität ersetzt werden kann, und weniger oft mehr ist. Das beginnt bei der Produktion von Lebensmitteln und Kleidung, betrifft die Freizeit- und Unterhaltungsbranche und greift letztlich in die Gestaltung von Arbeitsplätzen ein. Klimaneutral zu werden bedeutet, Gewohnheiten zu überdenken. Für die politisch Verantwortlichen heißt das aber auch, Alternativen zu schaffen, und den rechtlichen Rahmen durchzusetzen, der partikuläre Wirtschaftsinteressen begrenzt.

09.30 Uhr
Radiokolleg - Epilepsie: Feuerwerk im Kopf

Dem neurologischen Phänomen auf der Spur (4). Gestaltung: Daphne Hruby "Es ist wie der Absturz eines Computers. Plötzlich wird alles ganz schwarz. Und wenn ich wieder aufwache, weiß ich weder wo ich bin, noch wer die Person ist, die mich da gerade freundlich ansieht. Sie kommt mir irgendwie bekannt vor. Doch ich erkenne nicht, dass es sich hier um meinen langjährigen Lebenspartner handelt. Wie die Programme eines Computers, muss auch mein Gehirn erst wieder Schritt für Schritt hochfahren. Das ist sehr beängstigend." Eine junge Frau schildert den Moment nach einem epileptischen Anfall. Die ersten Aufzeichnungen über Epilepsie stammen aus der Antike. Die alten Griechen nannten sie die "heilige Krankheit", im Mittelalter galt sie als "schedelnde Gottesstraf". In der einen Epoche wurden Epileptikerinnen und Epileptiker verehrt, in der nächsten verfolgt. Über lange Zeit schrieb man ihnen übernatürliche Kräfte zu. Einige hören tatsächlich Stimme, oder haben Halluzinationen. Heute kennt man die neurologischen Gründe dafür. Epilepsie hat viele Gesichter. Manche Betroffene leiden unter starken Krampfanfällen. Bei anderen weist der Blick nur einige Sekunden ins Leere, wird daher oft mit Tagträumerei verwechselt und auch meist erst spät diagnostiziert. Bei einem epileptischen Anfall feuern Nervenzellen übermäßig starke Signale. Davon kann entweder das ganze Gehirn betroffen sein, oder nur einzelne Areale. Wie bei einem überhitzten Computer kommt es dann zu einer Art Blackout im Kopf. Meist dauern die Anfälle nur wenige Minuten. In seltenen Fällen können sie aber auch lebensbedrohlich sein und sich kurz nacheinander wiederholen - im Fachjargon spricht man hier von einem "status epilepticus". Die Ursachen für Epilepsie sind genauso vielfältig wie die Ausprägungsformen. Teils gibt es angeborene, oder genetische Faktoren. Aber auch andere Grunderkrankungen können epileptische Anfälle auslösen - beispielsweise Schlaganfälle, Gehirnentzündungen oder Stoffwechselstörungen wie Diabetes. Bei manchen Betroffenen bleiben die Hintergründe komplett im Dunkeln und können auch nicht mit modernsten bildgebenden Verfahren geklärt werden. Meist wird Epilepsie mit Medikamenten behandelt. Sogenannte "Antiepileptika" können nur die Symptome bekämpfen und Anfällen vorbeugen, sie können die Erkrankung aber nicht heilen. In besonders schweren Fällen wird das Gehirn operiert, oder mit leichten Stromschlägen stimuliert, dabei kommen auch Implantate zum Einsatz. In der Kunst spielt Epilepsie eine große Rolle. Die "Fallsucht" hat Kulturschaffende über die Jahrhunderte hinweg inspiriert. Aber auch Betroffene selbst haben die Welt erobert. Alexander der Große soll genauso Epileptiker gewesen sein wie Napoleon und Cäsar. Das gilt auch für Vincent van Gogh und Aristoteles.

09.45 Uhr
Radiokolleg - Sexismus im Pop

Machotum und Widerstand (4). Gestaltung: Alexandra Augustin, Thomas Mießgang Wenn man Sexismus in der Rockmusik finden will, braucht man nicht lange zu suchen. Zum Bei-spiel der Song "Whole Lotta Love" von Led Zeppelin: "I`m gonna give you every inch of my love" heisst es da im Text zum voranpeitschenden Gitarrenriff. Und diverse "Ahs" und "Ohs" unterstrei-chen, dass Sänger Robert Plant sich in eine Penetrationsphantasie hineinhalluziniert, in der auf jeden Fall er die Oberhand hat. Man hat sich angewöhnt, die aus solchen Blaupausen hervorgegangene Musik ´Cock Rock` zu nennen. Männerphantasien beflügelten jahrzehntelang den lyrischen Gehalt der Texte und die performativen Posen auf der Bühne, wo die E-Gitarre häufig zum prothetischen Phallus wurde. In ihrem Standardwerk "Sex Revolts" aus den 1990er Jahren führen die Autoren Joy Press und Simon Reynolds diese Attitüde auf ein männlich geprägtes Rebellentum zurück, das einen nomadischen Lebensstil mit Aggressivität und Abenteuerlust paart und gegen ein vermeintlich weib-liches Prinzip der Ruhe und Häuslichkeit gerichtet ist. Doch auch in anderen Genres der Popmusik, im speziellen im Hip Hop, wo gerne halbnackte Frauen submissiv um heteronormativ auftrumpfende Rapper herumtänzeln, ist ein derbe ausgespieltes Machotum Trumpf. So heisst es in einem besonders subtilen deutschen Rap-Text: "Wieso hab ich mich so verliebt/ In eine Frau, die statt zu putzen auf dem Sofa liegt/ In eine Bitch, die nicht kochen kann/Ich verhunger wochenlang." Erst in jüngerer Zeit gibt es Neues aus dem festgeschriebenen steinzeitlichen Geschlechterverhältnis in Rock und Pop zu vermelden. Mit Ausnahme von Artists der 1970er und 1980er Jahre wie den Runaways mit Joan Jett, Suzi Quatro, Patti Smith oder den Slits waren die weiblichen Vorbilder sowohl im Rock/Pop wie auch im alternativen Underground bis in die aktuelle Popzeitrechnung hin-ein rar gesät. Kurt Cobain von Nirvana ist der erste globale Megastar, der eine krachend harte Musik mit einem stark feminisierten Selbstentwurf kombiniert und auf der Bühne sogar Frauenkleider trägt. Seine beste Freundin war die feministische Künstlerin und Musikerin Kathleen Hanna, die Anfang der 1990er Jahre die wegweisende Riot Grrrl-Gruppe Bikini Kill gründete. Bei ihren Kon-zerten fliegen regelmäßig Flaschen und Steine auf die Bühne - geworfen vom größtenteils männli-chen Punk-Publikum. Jedes ihrer Konzerte beginnt daraufhin mit dem Aufruf: "Girls to the front!" - Frauen in die erste Reihe! Das gleichnamige Buch von Sara Marcus dokumentiert diese Zeit. Es entstehen Bands wie Sleater-Kinney, L7, Le Tigre, die nachfolgende Generationen bis hin zu Pussy Riot prägen und auch im Mainstream erfolgreich sind. Die subversive, feministische Kraft ist aktuell vor allem im Rap und Hip Hop spürbar, der um Ecken diverser und queerer daherkommt, als in vorherigen Generationen. Wie offen und pro-gressive ist die Szene heute? Und wie sehr ist sie immer noch an traditionellen Sexismus und stereo-type Rollenbilder geknüpft?

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Ausgewählt

Mit Helene Breisach. Mozarts Oper "Don Giovanni" in Transkriptionen und Paraphrasen. Anlässlich der bevorstehenden Premiere von Mozarts Oper "Don Giovanni" an der Wiener Staatsoper (Ö1 überträgt live am 5. Dezember) widmet sich Ausgewählt den zahlreichen Bearbeitungen dieses Werks. Die Oper über den bestraften, aber zugleich ungeheuer faszinierenden "Wüstling" gehört unbestritten zu den Klassikern des Opernrepertoires, die Hauptfigur ist eine Ikone, die über die Generationen immer wieder neu gedacht und interpretiert wurde. Und auch die Melodien der Oper haben zu diversen Bearbeitungen angeregt. Besonders das Verführungsduett "La ci darem la mano" von Don Giovanni mit Zerlina, die gerade im Begriff ist, einen anderen zu heiraten, wurde vielfach paraphrasiert: etwa von Beethoven, Chopin, Liszt und Paganini. Aber auch viele weitere Gassenhauer aus der Oper wurden zahlreich transkribiert - bis in die jüngere Gegenwart.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

"Auto" von Christina Walker. Es liest Sabine Lorenz. Gestaltung: Ingrid Bertel, Landesstudio Vorarlberg.

11.25 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1 Liebstöckel, Nacktmull Co. Vom Leben der Natur Vol. 1 Gestaltung: Stephan Pokorny Wie macht man Natur hörbar? Ein Summen, ein Zwitschern, ein Bachrauschen lässt sich leicht mit einem Aufnahmegerät einfangen. Doch wie bringt man faszinierende Zusammenhänge von Flora und Fauna ins Radio oder auf eine CD? Die Erfahrung zeigt: mit der Begeisterung jener, die am besten darüber Bescheid wissen. Jede Woche von Montag bis Freitag öffnet sich in Ö1, jeweils von 8.55 Uhr bis 9.00 Uhr der Vorhang zu einer imaginären Naturbühne und präsentiert ein Thema, das für eine Woche im Zentrum der Sendereihe steht. Diese sind so vielfältig, so bunt und schillernd wie die Natur selbst. Von der Milchstraße zum mikroskopisch kleinen Einzeller spannt sich der Bogen von "Vom Leben der Natur", funkelnde Edelsteine und Bachkiesel haben ebenso ihren großen Auftritt wie Tiere und Pflanzen in vielfältigen Lebensräumen. Das Schwierigste an der vorliegenden Produktion: die Auswahl - diesmal sind es folgende Themen: Die Pfütze. Die Kommunikation von Katzen. Heimische Nadelbäume. Hummeln. Nacktmulle. Der Donau-Kammmolch. Die Heilkraft der Pflanzen. Lippfische.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Philipp Weismann. Gordon Safari und Hanna Vinzens mit Weltersteinspielungen für Cello und Orgel Der Organist und Dirigent Gordon Safari ist Gründer des Salzburger Ensembles BachWerkVokal, mit dem er bereits zwei viel beachtete Einspielungen mit Kantaten von J.S. Bach und seiner Zeitgenossen vorgelegt hat. Auf einer neuen CD präsentiert sich Safari nun im Duo mit der Cellistin Hannah Vinzens. Auf der Suche nach Original-Repertoire für Orgel und Cello wurden die beiden in Dresden fündig, bei den Komponisten Oskar Friedrich Wermann (1840-1906) und Gustav Adolf Merkel (1827-1885). Beide hinterließen ein weitgehend unbekanntes und unbeachtetes Werk für diese Besetzung, das nun in seiner Gesamtheit erstmals auf CD erscheint. Ergänzt wird das Album um ein Stück von Max Reger. Zu entdecken sind tiefromantische, gesanglich anmutende Stücke, die Safari und Vinzens klangschön und stilsicher musizieren. Aufgenommen wurde die CD in der Christuskirche Dresden-Strehlen. Deren große Orgel aus der Werkstatt Jehmlich von 1905 mit ihrem orchestralen, vielfarbigen Klangbild erscheint als ein ideales und authentisches Instrument für die Interpretation dieses Repertoires.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Stimmen hören

mit Chris Tina Tengel. Marjana Lipovsek in ihren vielen Facetten Als in den späten 1970er Jahren Marjana Lipovsek zwischen Wien, Graz und Salzburg mit ersten Auftritten zwischen Konzertsaal und Opernbühne Aufsehen erregte, schien die potenzielle Nachfolgerin zugleich einer Christa Ludwig und einer Sena Jurinac gefunden. Tatsächlich nahm die Karriere für die aus Slowenien stammende Tochter eines der renommiertsten dortigen Komponisten schnell gewaltigst Fahrt auf, auch international und an den bedeutendsten Opernhäusern, auf den namhaftesten Konzertpodien. Weniger bei Mozart als bei den dramatischen Mezzosopran-Rollen Verdis und Wagner, bei Carmen und Dalilah, im slawischen Repertoire, bei Richard Strauss und in "interessanten" Außenseiterwerken fand diese kraftvolle, "saftige", sehnige, farbstarke Stimme ihre Schwerpunkte. Das breite allgemein-musikalische Fundament ließ Marjana Lipovsek vor der Begegnung mit Musik des 20. Jahrhunderts, vor Uraufführungen - speziell im Liedbereich - nicht zurückschrecken. Der 75. Geburtstag der Sängerin ist der Anlass, ihre Aufnahmen Revue passieren zu lassen.

15.30 Uhr
Moment

Selbst fahren, selbst bestimmen? Drei spätberufene Fahrschülerinnen wollen es wissen. Regine will "einfach allein irgendwo hinfahren" - ohne ihren Mann bitten zu müssen oder auf Busfahrpläne angewiesen zu sein. Deshalb erfüllt sie sich zwei Jahre vor der Pensionierung einen lang gehegten Wunsch und macht den PKW-Führerschein. Mit 58 Jahren sitzt sie zum ersten Mal in ihrem Leben in einem Fahrschulauto - und ist damit nicht die einzige in ihrer Altersklasse. Die Zahl der weiblichen PKW-Führerscheinneulinge über 50 schwankt in Österreich jährlich zwischen 130 und 170. Die 68-jährige Mirella Fabrizi hingegen hat den Führerschein als junge Erwachsene gemacht, ist aber seit vielen Jahren nicht mehr selbst gefahren. Jetzt nimmt sie wieder Fahrstunden für mehr Sicherheit und Selbstbewusstsein am Steuer. Und Isolde Krausz-Eyb wiederum macht gleich den LKW-Führerschein - mit 78 Jahren, ganz zum Erstaunen ihrer Familie. Doch wozu der ganze Aufwand? Damit die Selbstständigkeit nicht auf der Strecke bleibt. Eine Reportage über drei Frauen, die das Steuer übernehmen. Gestaltung: Miriam Steiner

15.55 Uhr
Ö1 Kinderjournal

Rudi präsentiert das Ö1 Kinderjournal Rudi besucht Barbara Schieder im Journalstudio und erfährt, was diese Woche in Österreich, Europa und der Welt geschehen ist. Gestaltung: Kathrin Wimmer

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Medizin und Gesundheit

16.40 Uhr
Die Ö1 Kinderuni

Empfehlungen aus der Redaktion Gestaltung: Birgit Dalheimer Jedes Jahr erscheinen viele, viele neue Sachbücher, auch sehr viele für Kinder. Damit man weiß, welche neuen Bücher es geben wird, machen Verlage Kataloge, in denen sie alle Neuerscheinungen kurz vorstellen. Die Ö1-Kinderunireporterinnen und -reporter haben für euch ein paar dieser Buchkataloge durchwühlt und Bücher ausgesucht, die sie besonders interessiert haben. In dieser Ö1-Kinderuni erzählen sie Euch, welches Buch sie gewählt haben und weshalb, und natürlich vor allem, worum es darin geht und wie es ihnen gefallen hat.

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Andreas Felber. Vincent Pongrácz' Synesthetic Octet stellt das neue Opus "Uya" vor Vincent Pongrácz zählt nicht nur zu den wenigen improvisierenden Klarinettisten im Lande, die sich mit Mikrotonalität beschäftigen und dadurch zu einem unverkennbaren Stil finden, der 36-jährige Wiener ist auch einer der originellsten Komponisten in diesem Bereich. Mit seinem 2013 gegründeten Synesthetic Octet, einem All-Star-Ensemble der jungen Wiener Jazzszene, choreografiert er auf einzigartige Weise kuriosen Kammer-Jazz mit verschlurften, verstolperten Beats, inspiriert von Dubstep und HipHop ebenso wie von Olivier Messiaen und Gil Evans. Am 4. Dezember wird im Porgy Bess in Wien das neue, auf Vinyl erschienene Album "Uya" vorgestellt. Und auch mit seinem Soloprojekt Synesthetic Ivo ist Vincent Pongrácz aktuell wieder präsent, kürzlich wurde das zweite Album "Live at Kallmanboom" dieses singulären Dada-Rap-Unternehmens veröffentlicht. Schlaglichter auf einen spannenden, bunten Vogel der österreichischen Musiklandschaft!

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Zur Geschichte der ersten jüdischen Gemeinde Wiens mit: Astrid Peterle, Adina Seeger und Domagoj Akrap Kurator/innen am Jüdischen Museum Wien Gestaltung: Rosemarie Burgstaller Eine jüdische Einwohnerschaft in Wien ist erstmals Ende des 12. Jahrhunderts urkundlich nachweisbar. Mit dem 13. Jahrhundert begann sich die Gemeinde um den heutigen Judenplatz im ersten Wiener Gemeindebezirk zu entwickeln und schon bald zählte sie - geprägt von angesehenen Gelehrten und Rabbinern - zu einer der bedeutendsten in Europa. Die systematische Verfolgung und der Massenmord an der jüdischen Bevölkerung unter dem habsburgischen Regenten Albrecht V. von 1420/21 bedeutete das vorläufige Ende. Das Gewaltereignis im Herzogtum Österreich und die Geschichte des Judenplatzes rückten in den 1990er-Jahren in das öffentliche Bewusstsein, als hier das Mahnmal für die österreichischen jüdischen Opfer der Shoah errichtet wurde und Reste der damals zerstörten Synagoge entdeckt wurden. Die unter Kaiser Josef II. im 18. Jahrhundert einsetzende und von Kaiser Franz Joseph I. forcierte Emanzipation führte zu einem bis dahin nicht dagewesenen Aufschwung der jüdischen Gemeinden in der Habsburgermonarchie. Die kulturelle Glanzzeit der Stadt Wien um 1900, das Wien des Fin de siècle, wurde beflügelt von jüdischen Protagonisten in Kunst und Kultur, Wissenschaft, Medizin, Wirtschaft und Politik. In diesen Jahren verstärkten sich antisemitische Diffamierungen, nicht zuletzt befeuert durch einflussreiche Personen wie den Wiener Bürgermeister Karl Lueger. Nach 1945 begann die im Nationalsozialismus nahezu völlig ausgelöschte jüdische Gemeinde Wiens neue Lebenszeichen zu setzen.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

Europas schwarze Lunge Gestaltung: Christoph Kersting Kosovo: Ein junger und gebeutelter Staat, der mit Korruption, ethnischen Konflikten und Abwanderung seiner Menschen zu kämpfen hat. Noch aus Tito-Zeiten stammt eine andere Altlast: Der Kosovo produziert bis heute 95 Prozent seines Stroms aus Braunkohle, in völlig veralteten Kraftwerken aus Sowjet-Produktion. Kein Wunder, denn das Land verfügt über die fünftgrößten Braunkohle-Vorkommen der Welt. Die Folgen für Mensch und Umwelt sind allerdings katastrophal: Die Weltbank hat vor einigen Jahren eines der Kraftwerke als "schlimmste punktuelle Quelle von Umweltverschmutzung in Europa" bezeichnet. Die Folgen für Mensch und Umwelt sind deutlich erhöhte Krebsraten und die Luftwerte in der Hauptstadt Prishtina sind an manchen Tagen schlechter als in Peking oder Delhi. Nun hat die EU angekündigt, 75 Millionen Euro für den Einbau weiterer Luftfilter in die Kraftwerke zur Verfügung zu stellen.

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

Warum wir Druck und Schmerz, Kälte und Hitze spüren. Von Sabrina Adlbrecht Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Tasten - diese fünf Sinne eröffnen uns einen Zugang zu unserer Umgebungswelt. Ebenso reagiert unser Körper über die Nerven ständig auf Temperatur und Druck. So selbstverständlich und alltäglich diese sensorischen Empfindungen auch sind, war es bis vor relativ kurzer Zeit noch unklar, wie Hitze, Kälte, Schmerz und Druck im Nervensystem zu elektrischen Impulsen umgewandelt werden. Diese Mechanismen schlüssig zu erklären, ist den zwei heurigen Medizin-Nobelpreisträgern gelungen, den US-amerikanischen Molekularbiologen David Julius und Ardem Patapoutian. Sie haben mit ihrer Grundlagenforschung nicht nur Wissenslücken in der Physiologie geschlossen. Ihre Erkenntnisse sind ebenso relevant für die Entwicklung neuer, wirksamerer Therapien und Medikamente, etwa im Bereich chronischer Schmerzen. Sie könnten auch für die Weiterentwicklung von Techniken wie Exoskeletten genutzt werden. - Start der alljährlichen Dimensionen-Reihe anlässlich der Überreichung der Nobelpreise am 10. Dezember in Stockholm.

19.30 Uhr
Das Ö1 Konzert

Alban Berg Ensemble Wien; David Seidel, Fagott; Reinhard Zmölnig, Horn; Dominik Wagner, Kontrabass. Gioseffo Zarlino: "Tu pulchra es", Motette * Philippe Hersant: "Il sogno di Gioseffo Zarlino" für Flöte, Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier * Johannes Maria Staud: YATTSU für Klarinette, Fagott, Horn, zwei Violinen, Viola, Violoncello und Kontrabass * Dmitri Schostakowitsch: Klavierquintett g-Moll op. 57 (aufgenommen am 15. Oktober im Reaktor in Wien). Präsentation: Marie Therese Rudolph

21.00 Uhr
Im Gespräch

"Es ist nicht möglich, nichts zu lernen!" Andreas Obrecht im Gespräch mit dem Lernforscher und Kulturtheoretiker Kersten Reich. Warum handeln Menschen wider besseres Wissen? Diese Frage beschäftigt den Hamburger Lernforscher und Kulturtheoretiker Kersten Reich, geboren 1948, schon viele Jahre lang. Sowohl als Professor für Allgemeine Pädagogik in Hamburg als auch für Internationale Lehr- und Lernforschung an der Universität Köln. Seine Forschungsergebnisse veröffentlichte er 2021 in dem zweibändigen Monumentalwerk "Der entgrenzte Mensch und die Grenzen der Erde". Reich kommt zu dem Schluss, dass Menschen sich oft für aufgeklärt halten und denken, auch danach zu handeln, faktisch aber nach dem handeln, was sie sich wünschen. Ein gefährlicher Mechanismus der Selbsttäuschung! Doch Kersten Reich ist davon überzeugt, dass es einen konstruktiven Ausweg aus der maßlosen Entgrenzung des Menschen gibt. Im Gespräch mit Andreas Obrecht betont er, dass es grundsätzlich gar nicht möglich, nichts zu lernen. Auch in Zeiten der großen Veränderungen, wie wir sie gerade erleben. Unsere Emotionen könnten uns sogar dabei helfen, zu einem an Kriterien der Nachhaltigkeit orientierendes Weltverständnis zu kommen.

21.55 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1 Woody Black 4: The Lost Tapes Gestaltung: Stephan Pokorny Daniel Moser, Leonhard Skorupa, Stephan Dickbauer und Oscar Antoli haben als Woody Black 4 allein durch die Besetzung (vier Klarinetten bzw. Bassklarinetten) einen ungewöhnlichen Weg eingeschlagen: Jazz dient als Grundlage, experimentiert wird mit Avantgardistischem und der Dissonanz, kombiniert mit Neuer Musik, Pop und Weltmusik. Das Ergebnis wartet bei jeder Produktion des Quartetts mit einem gänzlich neuen, variantenreichen Sound auf. Auch auf der aktuellen CD in der Edition Ö1.

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Mangel und Überfluss. Von der Quantität zur Qualität (4). Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek Epilepsie: Feuerwerk im Kopf. Dem neurologischen Phänomen auf der Spur (4). Gestatung: Daphne Hruby Sexismus im Pop. Machotum und Widerstand (4). Gestaltung: Alexandra Augustin, Thomas Mießgang

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

musikprotokoll 2021. "Wander(E)ars" von Pak Yan Lau. Aufgewachsen als Kind chinesischer Einwanderer in Brüssel ist Pak Yan Lau eine Nomadin zwischen den Kulturen. Ihre Inspiration schöpft sie aus den rituellen Musiken Asiens ebenso wie aus den Klangforschungen westlicher Avantgardist/innen. Während ihrer Performances versucht die Künstlerin, sich mit ihren Mitmusiker/innen und dem Publikum, mit dem großen Ganzen zu verbinden. "Wenn das gelingt", schildert Lau, "dann fühlt sich alles leicht und richtig an. Jeder Hörer, jede Hörerin bringt eine eigene Geschichte mit, aber auf einer universellen Ebene sind wir alle miteinander verbunden." Musik nimmt die Gedanken mit auf Reisen - in unterschiedliche Stimmungen, Kulturen und Zeiten. Dabei vermag sie bis in die tiefsten Schichten des Unterbewusstseins vorzudringen, um dort alte Erinnerungen zu wecken. Mit ihrem neuen Stück "Wander(E)ars", das im Auftrag des musikprotokoll entstanden ist, spannte Pak Yan Lau mit Hilfe der Ambisonics-Anlage im Grazer Dom im Berg eine wundersam tönende Klanglandschaft auf, in der das Publikum eingeladen war, ziellos umherzuschweifen, - genau das würden wir in unserer leistungsorientierten Gesellschaft nämlich viel zu selten tun. Neben ausgesuchter Field Recordings brachte die Musikerin weiters eine Fülle an Instrumenten und Klangobjekten nach Graz mit, darunter auch ihr Toy Piano, mehrere Gongstäbe und eine Wokalimba. Gestaltung: Susanna Niedermayr

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Ausgewählt

(Wiederholung von 10:05 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 03:00 Uhr Nachrichten