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Freitag 09:05 Uhr Bayern 2

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Blitze Extrem und zunehmend gefährlich Wetter und Wohlbefinden Was steckt hinter Wetterfühligkeit? Das Kalenderblatt 26.02.1948 Augsburger Puppenkiste eröffnet Von Anja Mösing Blitze - Extrem und zunehmend gefährlich Autorin: Roana Brogsitter / Regie: Rainer Schaller Eigentlich blitzt es rund um den Nordpol nie. 2019 haben Forscher hier jedoch 50 Blitzeinschläge beobachtet - an einem einzigen Tag. Schuld ist hier wie auch in anderen Gegenden der Welt der Klimawandel. Mit jedem Grad Erwärmung würde die Häufigkeit in den USA um zwölf Prozent steigen, stellten Forscher bereits 2014 fest. Schätzungen zufolge könnte die Zahl von Blitzen im 21. Jahrhundert weltweit um 25 bis 50 Prozent zunehmen. Gewitter entstehen aufgrund einer Instabilität: Warme, feuchte Luft steigt auf und trifft auf kalte, trockene Luft. Doch trotz der Klimaerwärmung nimmt die Zahl der Blitze nicht überall zu, etwa in Deutschland. Auch andere Phänomene sind noch ungeklärt - zum Beispiel das der Superblitze. Sie sind bis zu tausendfach stärker als normale Blitze, treten vorwiegend über Wasser auf - und das im Winter. Blitze gehören zu den faszinierendsten Naturphänomen, ihre Folgen sind jedoch verheerend: Weltweit sorgen sie jedes Jahr für mehrere tausend Todesopfer und für verheerende Waldbrände. Wetter und Wohlbefinden - Was steckt hinter Wetterfühligkeit? Autor: Thomas Kempe / Regie: Sabine Kienhöfer Kopf- oder Gelenkschmerzen, Schlafprobleme, Konzentrationsstörungen: Das sind typische Beschwerden, von denen Menschen berichten, die sich selbst als "wetterfühlig" bezeichnen. Nach Einschätzungen des Deutschen Wetterdienstes sind das immerhin zwischen 30 und 50 Prozent der Deutschen. Kopfschmerzen und Kreislaufprobleme hängen jedenfalls manchmal mit dem Wetter zusammen. "Weil das Wetter mit seinen Luftdruckschwankungen auf den menschlichen Organismus einwirkt", meint der Medizinmeteorologe Andreas Matzarakis vom Deutschen Wetterdienst. Aber kann das Wetter tatsächlich schuld sein, wenn wir uns unwohl fühlen? Warum betrifft es nicht alle? Wie genau Temperatur, Lichtverhältnisse, Luftdruck und Winde auf unseren Organismus wirken, ist nicht wirklich geklärt. Moderation: Birgit Magiera Redaktion: Matthias Eggert

Freitag 19:05 Uhr BR-Klassik

Das Musik-Feature

Ändere die Welt, sie braucht es Bertolt Brechts Lieder in Griechenland Von Christian Lösch Wiederholung am Samstag, 14.05 Uhr In Griechenland wurde Bertolt Brecht erst nach seinem Tod 1956 entdeckt, doch seitdem entfaltete sein Werk ein starkes Eigenleben, vor allem in der Musik. Brecht wurde aufgenommen in eine reichhaltige griechische Liedkultur, die zum Nachdenken über den Zustand der Welt anregt und die Möglichkeit aufscheinen lässt, dass gesellschaftliche Verhältnisse veränderbar sind. Griechische Vertonungen seiner Verse zwischen Klassik und Rock sind in der weiter vorherrschenden Krise des Landes beständig im öffentlichen Rundfunk zu hören. Für seine Sendung sprach Christian Lösch mit griechischen Künstlern über die Bedeutung von Brechts widerständiger Poesie in Anbetracht einer Gesellschaft, in der die seichte Unterhaltung der Massenmedien tonangebend ist.

Freitag 20:05 Uhr Deutschlandfunk

Das Feature

Freigeist und Menschenfreund Erinnerungen an Roger Willemsen Von Rosvita Krausz Regie: Claudia Kattanek Produktion: Deutschlandfunk 2017 Er begann als Nachtwächter, Reiseleiter und Museumswärter. Dem promovierten Germanisten, Philosophen und Kunsthistoriker Roger Willemsen (1955- 2016) hätte eine akademische Laufbahn offen gestanden, doch er suchte den Kontakt mit der Welt und den Menschen, die sinnliche Begegnung mit Kunst und Kultur. Bekannt wurde er in den 1990er-Jahren als Moderator von " Willemsens Woche" beim ZDF. Nach heftigen redaktionellen Querelen zog er sich aus dem Fernsehgeschäft zurück und hat seinen Abschied von Quote und Ruhm wie er selbst sagte, "keine Sekunde lang bereut". Später verlegte er sich aufs Schreiben. Das persönlichste seiner 36 Bücher heißt ,Der Knacks" und erzählt von den Brüchen, Erstickungsgefühlen und Niederlagen des Lebens. Sein verrücktestes Buch, ,Momentum", sammelt große und kleine Augenblicke des Daseins in über 300 Seiten unsortierter Tagebuchnotizen. Willemsen war ein politischer Mensch. Er reiste nach Afghanistan, interviewte ehemalige Häftlinge aus Guantánamo und beobachtete für sein letztes Buch, ,Das Hohe Haus", ein Jahr lang den Bundestag. Den Großteil seiner Honorare spendete er an Bedürftige. Das Feature versucht, diesem stets entflammten Vorzeigeintellektuellen, der gern kiffte und nie wirklich sesshaft wurde, auf die Spur zu kommen. Freigeist und Menschenfreund

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